Nikolausfest

Im Advent feiern die deutschen Klassen der Tammela-Schule mit ihren Lehrerinnen ein Nikolausfest. Mit dabei sind auch schon die Vorschüler der Kindertagesstätte Kaleva mit ihren Erzieherinnen.

Hintergrund

Am 6. Dezember, zufällig auch Finnlands Unabhängigkeitstag, wird in vielen Ländern der Welt der heilige Nikolaus verehrt. Der Heilige aus Kleinasien lebte im 4. Jahrhundert, er galt als Freund der Kinder und Wundertäter. Der Kult um den wohltätigen Mann erreichte im Mittelalter in Europa seinen Höhepunkt. In Deutschland kam es zur Ausbildung verschiedenster Formen von Volksbräuchen. Der bekanntest ist wohl der Auftritt des Nikolaus mit seinem schwarzen unheimlichen Begleiter. Dabei liest Nikolaus aus seinem goldenen Buch und hält allen ihre Sünden vor, allerdings verteilt er mildtätig auch Geschenke.

Das Brauchtum vom heiligen Nikolaus, historisches Vorbild für den verweltlichten Weihnachtsmann, wird den Kindern als eine in Finnland sonst unbekannte Tradition vor Augen gestellt.

Fest

Vor oder nach dem finnischen Unabhängigkeitstag findet an einem Vormittag in einem Festsaal das erwähnte Fest der deutschen Klassen statt: Advents- und Weihnachtslieder werden gesungen, Gedichte vorgetragen und vorweihnachtliche Leckereien verspeist. Der Elternverein unterstützt das Fest, unter anderem durch kleine Geschenke und durch einen Besuch vom Nikolaus höchstpersönlich. Der Besuch von Nikolaus und seinem Knecht Ruprecht – in Österreich auch Krampus genannt, in der Schweiz als Schmutzli bekannt – bildet den Schlusspunkt des Fests. Auch die Allerkleinsten brauchen vor Nikolaus’ Knecht keine Angst zu haben, bisher hat er noch niemanden in den Sack gesteckt.